GYMNASIUM VILLINGEN SCHWENNINGEN

ORT: Villingen Schwennigen, Deutschland, 2006

PROGRAMM: Neubau Technisches Gymnasium

KUNDE: Schwarzwald Baar Kreis

GROESSE: keine Angaben

STATUS: keine Angaben

Analyse:

Die jetzige Schulanlage besteht aus drei Gebäuden, die keinen räumlichen und funktionalen Zusammenhang erkennen lassen. Dadurch entsteht eine verworrene, unklare Zugangs- und Erschliessungssituation.

Zielsetzung:
1. Die Schaffung einer räumlichen Mitte als Bindeglied zwischen den bestehenden Gebäuden und dem Neubau als neues Element.
2. Die Schaffung eines funktionalen Zusammenhangs mit Hilfe des Erschliessungssystems.

Städtebau

Um der jetzigen Gebäudekonstellation eine räumliche und funktionale Mitte zu geben, wird der Neubau im südlichen Grundstücksbereich plaziert und bildet zusammen mit den drei bestehenden Baukörpern einen zentralen Campus der als Treffpunkt und Verteiler dient.
Von diesem zentralen Punkt aus, wird das jetzige Erschliessungssystem freigelegt, verdeutlicht und neu strukturiert. Alle bestehenden Zugänge zur Schulanlage laufen auf diese Freifläche zu, der damit zwangsläufig zum Campus, zum Mittelpunkt der Schulanlage wird
Der Neubau wird als klarer, kompakter Baukörper entwickelt, der sich einerseits an den Traufhöhen und Abmessungen der bestehenden Gebäude orientiert, sich gestalterisch aber konsequent abhebt und damit wiederum gerade die bestehenden Gebäude besonders hervorhebt.

Erschliessung

Das die jetzige Erschliessungssituation unbefriedigend ist, liegt an der unklaren räumlichen und funktionalen Wahrnehmung der wichtigen Ost-West-Achse , die im UG (Ebene 0), und im EG (Ebene 1) verläuft. Besonders die UG-Verbindung wird als solche nicht erkannt.
Daher wird diese Verbindung über den Campus (Ebene 0) neu erschlossen und dient als (behindertengerechter) zentraler Verteiler in die Gebäude A, B, C (Ebene 0).
Über eine Treppe / Rampe wird ebenfalls vom Campus aus die Ebene 1 erreicht. Von dort aus werden die Gebäude A, B, C (Ebene 1) ebenfalls behindertengerecht erschlossen.
Damit sind sämtliche Klassenzimmer im jetzigen UG ( Ebene 0) und im EG (Ebene 1) schwellenfrei zu erreichen (ohne Fahrstuhl).
Im Neubau (Gebäude D) sorgt ein Fahrstuhl für die behindertengerechte Erschließung sämtlicher Geschosse. Sollte in einer späteren Phase Bedarf an einem behindertengerechten Zugang zur Ebene 2 im Gebäude C und A bestehen, kann eine Verbindung (Steg) hergestellt werden.

Gebäude

Der Neubau ist innenräumlich klar strukturiert und geordnet und bietet eine gute und einfache Orientierung. Durch den fließenden Übergang vom Campus in die Halle zur Cafeteria und zum Schüleraufenthaltsraum entsteht eine grosse multifunktionale Fläche. Von der Ebene 0 aus werden die Obergeschosse E1 und E2 schlüssig und übersichtlich erschlossen. Die beiden Treppenhäuser liegen diagonal versetzt in den Gebäudeecken und entzerren die Verkehrsströme.
Der Baukörper ordnet und beruhigt durch seine klare Aussenform sein Umfeld, seine kompakte Hülle garantiert eine kostengünstige Erstellung und gewährleistet eine hohe Wirtschaftlichkeit.

TEAM

Architekt

Supper Architekten
Margit Supper
Elmar Heinemann

SCHWESINGER ARCHITEKTEN
Tina Eisenbarth
Mark Schwesinger

Bilder

SCHWESINGER ARCHITEKTEN