LOFT L
Berlin, Deutschland, 2007-2009
PROGRAMM: Umbau
KUNDE: Privat
GRÖSSE: keine Angaben
STATUS: Fertigstellung
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Wettbewerb:
"Umbauen und Renovieren"
Auslober:
Bausparkasse Schwäbisch Hall und die Zeitschrift Zuhause Wohnen.
Kategorie:
Beste Etagenwohnung
Gewinner:
LOFT L / Berlin
"Wir bauen keine Wände, sondern entwerfen die Räume dazwischen"
Die Philosophie unseres Büros war beim Umbau dieser Berliner Altbauwohnung Leitgedanke und roter Faden.
Die Bestandsaufnahme ergab das Bild einer verbauten und kleinteilig wirkenden Wohnung. So galt es, die Bereiche Bad-Küche-Flur und den Übergang ins Wohnzimmer neu zu definieren. Der bestehende, schlauchartige Zuschnitt des Badezimmers wird in drei Zonen mit fast quadratischer Grundfläche gegliedert: Waschbecken-, Übergangs- und Nassbereich. Der Nassbereich ist als Podest erhöht, was den Raumeindruck verkürzt.
Darüber hinaus wurde ein weiteres Entwurfsprinzip eingesetzt-der flächenbündige Einbau aller Möbel. Die Badewanne ergibt sich aus der Höhendifferenz zwischen Fussboden und Podest. Die neue, gefaltete Wand zwischen Küche und Bad ist zentrales Gestaltungselement. Im Bad bildet sie eine Nische, in die sich das Betonwaschbecken flächenbündig einfügt. Auf Küchenseite nimmt sie die Küchenzeile auf. Die schräg ausgebildete Rückwand des Betonwaschbeckens öffnet wiederum die Küche zum Wohn- und Essbereich. Eine Glasscheibe zwischen Küche und Badezimmer ermöglich verfremdete Ein- und Durchblicke.
Der stark beschädigte Fussboden in Bad und Küche wurde entfernt und mit einem anthrazitfarben beschichteten Gussasphalt ersetzt. Dadurch konnte der Schallschutz verbessert und eine Fußbodenheizung eingebracht werden. Das robuste Material des Industriebodens ist uneingeschränkt strapazierfähig. Kriterien, die für eine Küche wesentlich sind. Die Arbeitsplatten der Küchenzeilen sind aus Beton gegossen und symbolisieren durch ihre Robustheit den Arbeitscharakter der Küche. Der Beton bildet einen spannenden Kontrast zu den hochwertigen Armaturen und der exakt gearbeiteten Aluminiumoberfläche der Küchenmöbel.
Um den räumlichen Zusammenhang zwischen den einzelnen Zimmern zu verstärken, sind alle Türen raumhoch ausgebildet. Eine abgehängte Decke nimmt flächenbündig alle Leuchten auf und sorgt für einen ruhigen Raumabschluss. Durch die weiße Decke und den anthrazitfarbenen Fußboden wird die für einen Altbau charakteristische Raumhöhe betont.
Sämtliche Wände sind gespachtelt und weiß gestrichen. Einzige Ausnahme ist der Nassbereich im Badezimmer. Dieser ist mit blauen Glasmosaikfliesen ausgekleidet, welche sich in einem Farbverlauf von dunkelblau dem Weiß der Decke annähern. Die Mosaikfliesen überziehen Stufen, Dusche und Wanne wie eine Haut. Das einzelne Bauteil tritt in den Hintergrund. Es entsteht ein Gesamtobjekt.
TEAM
Architekt
SCHWESINGER ARCHITEKTEN
BETONMÖBEL
die betonköpfe, Leipzig
betonWare, Berlin
ELEKTROARBEITEN
Wassermann Haustechnik GmbH, Berlin
FLIESENARBEITEN
Harald Beiser, Berlin
KÜCHENSTUDIO
Skiba GmbH, Berlin
MALER, STUCK, VERPUTZARBEITEN
Friedel Reinhardt, Berlin
SÄNITÄR
Hauke Runge Sanitär GmbH, Berlin
SCHREINERARBEITEN
. Radix, Berlin
TROCKENBAU
d.i.e. einzelstück, Berlin
BILDER
Johannes Hepp, München
&
Alejandro Almaraz, Buenos Aires






